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Ljubljana, Slowenien Erasmus+ Programm

Wie unterstützt die EU die Jugend?

Die Jugendpolitik der EU hilft jungen Menschen in ganz Europa, bessere Chancen auf Bildung, Arbeit und Teilhabe an der Gesellschaft zu erhalten. Denn wenn junge Menschen in ihrer Heimat keine gute Ausbildung oder Arbeit finden, wandern sie in andere Länder aus. Dies führt zu einem Brain Drain, d. h. talentierte Menschen verlassen ihre Heimatregion. Das bedeutet auch, dass einige Länder ihre best ausgebildeten Bürger verlieren, während andere zu viele davon bekommen. Die Lösung der EU ist eine geplante Jugendpolitik – eine der wichtigsten Investitionen in die Zukunft Europas.

Da jedes europäische Land seine Jugendpolitik anders gestaltet, kann die EU nicht einfach Gesetze erlassen, die alle befolgen müssen. Stattdessen nutzt sie die Europäische Jugendstrategie, die wie ein Masterplan Europas zur Unterstützung junger Menschen ist. Die Strategie bringt alle EU-Länder dazu, sich auf gemeinsame Ziele zu einigen. Anschließend berichtet jedes Land über seine Fortschritte. Es ist wie ein Gruppenprojekt, bei dem alle auf das gleiche Ergebnis hinarbeiten, aber ihren eigenen Weg wählen können. Dies wird auch als offene Koordinierungsmethode bezeichnet.

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Ziel 1: Bessere Bildung und Arbeitsplätze

Sicherstellen, dass junge Menschen eine gute Ausbildung erhalten und nach ihrem Abschluss einen angemessenen Arbeitsplatz finden. Das bedeutet, in Schulen, Universitäten und Ausbildungsprogramme zu investieren. Es bedeutet auch, jungen Menschen dabei zu helfen, die Fähigkeiten zu erwerben, die Arbeitgeber tatsächlich suchen.

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Ziel 2: Aktive Bürger:innen, denen etwas am Herzen liegt

Junge Menschen dazu ermutigen, sich in ihren Gemeinden zu engagieren, anderen zu helfen und sich an der Demokratie zu beteiligen. Das bedeutet, Möglichkeiten für Freiwilligenarbeit, politische Bildung und Jugendorganisationen zu schaffen.

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Ziel 3: Die Stimme der Jugend in allen Politikbereichen

Sicherstellen, dass die EU bei allen Entscheidungen – vom Klimawandel bis zur digitalen Technologie – berücksichtigt, wie sich diese auf junge Menschen auswirken. Junge Menschen sollten bei Entscheidungen, die ihre Zukunft beeinflussen, mitreden können.

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Gut zu wissen

Wie EU-Länder zusammenarbeiten

Schritt 1: Einigung auf Ziele

Alle Länder legen fest, was sie erreichen wollen (z. B. Senkung der Jugendarbeitslosigkeit oder Erhöhung der Mobilität von Studierenden).

Schritt 2: Nationale Berichterstattung

Jedes Land verfasst einen Bericht darüber, was es unternimmt und wie es dabei vorankommt.

Schritt 3: Voneinander lernen

Die Länder tauschen ihre Erfahrungen aus. Was in Slowenien funktioniert, könnte auch in Portugal funktionieren. Was an einem Ort gescheitert ist, kann an anderen Orten vermieden werden.

Schritt 4: Unterstützung durch die EU

Die Europäische Kommission hilft mit Finanzmitteln, Forschung und Beratung.

Schritt 5: Gemeinsame Ausrichtung

Der Rat der EU (in dem alle Länder vertreten sind) gibt Empfehlungen für alle ab.

Fazit

Dieser sanfte Ansatz respektiert die Tatsache, dass jedes Land anders ist, treibt aber dennoch alle zu gemeinsamen Zielen an. Deshalb kann Slowenien so erfolgreich sein – es hat sich die Ziele der EU zu eigen gemacht und seinen eigenen Weg gefunden, diese zu erreichen.

Beispiel aus dem Alltag

📌 Sloweniens Erasmus+-Erfolgsgeschichte

Warum ist Slowenien so erfolgreich?

Im Vergleich zur Größe des Landes nehmen mehr slowenische Studierende an Erasmus+ teil als fast überall sonst in der EU. Das hat folgende Gründe:

  • Gute Organisation: Slowenien hat eine nationale Agentur namens CMEPIUS. Stellen Sie sich diese wie ein Reisebüro vor, nur für Bildung. Sie erleichtert es Studierenden, Programme zu finden, Fördermittel zu beantragen und Unterstützung zu erhalten.
  • Intelligente Integration: Slowenische Universitäten betrachten ein Auslandsstudium nicht als „Auszeit”. Stattdessen integrieren sie es in ihre Studienprogramme. Studierende erhalten für ihre Zeit im Ausland die volle Anzahl an Leistungspunkten. Das bedeutet, dass ein Studium in einem anderen Land tatsächlich dazu beiträgt, schneller statt langsamer zum Abschluss zu kommen.
  • Große Reichweite: Slowenien konzentriert sich nicht nur auf Universitätsstudierende. Sie unterstützen auch Menschen in der beruflichen Ausbildung, Auszubildende und Jugendarbeiter:innen dabei, an europäischen Programmen teilzunehmen.
  • Praktische Unterstützung: Sie helfen Studierenden bei ihren Problemen – beispielsweise beim Erlernen von Sprachen vor der Auslandsreise, bei der Suche nach zusätzlichen Finanzmitteln und bei der Anerkennung ihrer Studienleistungen nach ihrer Rückkehr.

Starke Partnerschaften: Slowenische Schulen und Organisationen haben gute Beziehungen zu Institutionen in ganz Europa aufgebaut. Das erleichtert die Suche nach geeigneten Plätzen für Studierende.

FAQ

Woher kommt das Geld?
Die EU stellt über verschiedene Quellen Geld für Jugendprogramme zur Verfügung. Stellen Sie sich diese als verschiedene Geldtöpfe vor, die jeweils für bestimmte Zwecke bestimmt sind
Erasmus+ – Das Bekannteste
Dies ist das Programm, das jeder kennt. Erasmus+ finanziert Studenten, Auszubildende und Jugendarbeiter, damit sie in anderen Ländern studieren, eine Ausbildung absolvieren oder Freiwilligenarbeit leisten können. Es unterstützt auch Partnerschaften zwischen Schulen und Organisationen. Es trägt dazu bei, mehr Möglichkeiten in der allgemeinen und beruflichen Bildung zu schaffen.
Europäischer Sozialfonds Plus (ESF+) – Für Arbeitsplätze und Kompetenzen (siehe auch KnowledgeBit 10)
Dieser Fonds investiert in die Unterstützung von Menschen bei der Arbeitssuche und der Entwicklung von Kompetenzen. Er finanziert Berufsbildungsprogramme für Arbeitssuchende. Er unterstützt Verbesserungen in Schulen und Universitäten und junge Unternehmer:innen bei der Gründung neuer Unternehmen. Ebenso wird Menschen mit Behinderungen bei der Arbeitssuche geholfen.
EU-Jugenddialog – Deine direkte Stimme
Als Teil der Europäischen Jugendstrategie bietet dir der EU-Jugenddialog eine strukturierte Möglichkeit, direkt mit politischen Entscheidungsträger:innen auf nationaler und EU-Ebene zu sprechen. Er findet in Zyklen zu bestimmten jugendpolitischen Schwerpunkten statt. Junge Menschen nehmen an Konsultationen, Veranstaltungen und Treffen teil. Diese fließen in Empfehlungen für den Rat der EU ein. Das bedeutet, dass deine Ideen nicht nur in Umfragen bleiben, sondern echte politische Entscheidungen beeinflussen können, die dein Leben betreffen.
Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) – Für Infrastruktur (siehe auch KnowledgeBit 10)
Dieser Fonds baut und verbessert die Infrastruktur, die junge Menschen brauchen. Er investiert in Schulen, Universitäten und Jugendzentren. Er verbessert die digitale Technologie und den Internetzugang. Er unterstützt Innovationszentren und Start-up-Programme für junge Unternehmer.
Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) – Für junge Menschen im ländlichen Raum
Dieser Fonds hilft speziell jungen Menschen in ländlichen Gebieten. Er stellt Startkapital für junge Landwirte bereit und hilft jungen Menschen, Zugang zu Land für die Landwirtschaft oder andere Unternehmen zu erhalten.
Europäisches Solidaritätskorps – Für Freiwilligenarbeit
Dieses Programm bietet jungen Menschen die Möglichkeit, Freiwilligenarbeit zu leisten, Praktika zu absolvieren oder Jobs zu finden, die den Gemeinden helfen. Es funktioniert sowohl innerhalb der EU als auch in anderen Ländern weltweit.

Quiz

Was ist „Brain Drain“?

Was ist eines der Hauptziele der Europäischen Jugendstrategie?

Warum verfolgt die EU einen „sanften” Ansatz, anstatt Gesetze zu erlassen, die alle Länder in ihrer Jugendpolitik befolgen müssen?

Zusammenfassung

  • Die Vision: Die Europäische Jugendstrategie legt fest, was die EU für junge Menschen erreichen möchte.

  • Die Methode: Die offene Koordinierungsmethode ist ein sanfter Weg, um alle Länder dazu zu bringen, gemeinsam auf gemeinsame Ziele hinzuarbeiten.

  • Die Finanzierung: Verschiedene EU-Fonds stellen die für Programme und Projekte erforderlichen Mittel bereit.

  • Die Umsetzung: Nationale Agenturen sorgen dafür, dass alles vor Ort umgesetzt wird.

  • Die Ergebnisse: Länder wie Slowenien zeigen, dass junge Menschen wirklich davon profitieren, wenn all diese Teile gut zusammenwirken.

  • Länder mit starken EU-Jugendprogrammen verzeichnen höhere Jugendbeschäftigungsquoten

  • Studierende, die an Mobilitätsprogrammen teilnehmen, finden nach ihrem Abschluss eher einen Arbeitsplatz

  • Regionen mit guter EU-Jugendförderung ziehen mehr junge Unternehmer und Unternehmen an

  • Junge Menschen, die an EU-Programmen teilnehmen, gehen eher zur Wahl und beteiligen sich am gesellschaftlichen Leben