Laut dem EU-Schnellwarnsystem wurden während der Wahlen 2019 innerhalb weniger Wochen in allen Mitgliedstaaten über 1.000 Fälle von Desinformation gemeldet. Viele davon betrafen die Behauptung, die EU wolle aus Klima- und Gesundheitsgründen Pizza, Pasta und Wein verbieten, was nicht stimmt.
Wie bekämpft die EU Desinformation?
Table of Contents
- 01 Wichtige Informationen
- 02 Beispiel aus dem Alltag
- 03 Wissenswertes
- 04 FAQ
- 05 Quiz
- 06 Zusammenfassung
Beispiel aus dem Alltag
Bruno ist 17 Jahre alt und lebt in Italien. Er verfolgt Fitness- und Ernährungsthemen und sieht einen Beitrag, in dem behauptet wird, dass ein bestimmtes Nahrungsergänzungsmittel das Muskelwachstum fördert und Krankheiten vorbeugt. Die Beiträge sehen professionell aus, mit gefälschten „Arzt”-Profilen und vielen Likes. Bruno ist neugierig, aber bevor er es ausprobiert, bemerkt er ein kleines Warnzeichen auf dem Beitrag: „Unabhängige Faktenprüfer sagen, dass diese Informationen falsch sein könnten.” Aufgrund des Gesetzes über digitale Dienste müssen Plattformen irreführende Inhalte überprüfen. Er klickt auf die Warnung und findet einen faktengeprüften Artikel, der erklärt, dass die Pille ein Betrug ist. Journalist:innen, die durch das Europäische Medienfreiheitsgesetz geschützt sind, können ohne äußerlichen Druck recherchieren.
Wissenswertes
Wussten Sie schon?
Die EU kann Medien außerhalb der EU sanktionieren, die regelmäßig Desinformation über Europa verbreiten. Beispielsweise können Kanäle, die falsche Darstellungen über EU-Politiken oder Wahlen veröffentlichen, daran gehindert werden, in der EU zu arbeiten. Dies wurde beispielsweise bereits bei russischen Medienunternehmen umgesetzt.
Was können Sie tun?
Sie können viel tun, um Desinformation zu bekämpfen. Zunächst einmal können Sie die Quelle Ihrer Informationen überprüfen, bevor Sie diese weitergeben. Darüber hinaus können Sie verdächtige Inhalte melden. Plattformen sind verpflichtet, Meldungen zu überprüfen und Maßnahmen zu ergreifen. Um Ihr Medienwissen und Ihre Medienkompetenz zu verbessern, können Sie an von der EU unterstützten Programmen zur Medienkompetenz teilnehmen und Ihr erworbenes Wissen an Freunde und Familie weitergeben.
FAQ
Versucht die EU, das Internet zu zensieren?
Können KI-generierte Inhalte reguliert werden?
Die Bekämpfung von Desinformation bedeutet, Journalist:innen zum Schweigen zu bringen.
Quiz
Richtig oder falsch: Der Europäische Medienfreiheitsakt (EMFA) erlaubt es Regierungen, Medien zu kontrollieren und zu verbieten, wenn sie der Meinung sind, dass diese Desinformation verbreitet ist.
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der EMFA schützt Journalist:innen und die Unabhängigkeit der Medien, er gibt Regierungen keine Kontrollbefugnisse.
Der KI-Gesetzentwurf verlangt, dass Deep Fakes und KI-generierte Inhalte, die öffentlich verwendet werden,
Zusammenfassung
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Die EU bekämpft Desinformation, um die Demokratie, Wahlen und das Vertrauen der Öffentlichkeit zu schützen. Falsche oder irreführende Informationen können Wähler:innen beeinflussen, die Gesellschaft polarisieren und das Vertrauen der Bürger:innen in Regierungen oder Institutionen untergraben.
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Diese Gesetze und Richtlinien helfen den Bürger:innen, zuverlässige Informationen zu erhalten. Sie unterstützen unabhängige Medien, kennzeichnen KI-generierte Inhalte, markieren irreführende Beiträge und bieten Medienkompetenzprogramme an, damit die Menschen Manipulationen erkennen und ihnen widerstehen können.
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Die EU sorgt mit Vorschriften, Überwachung und Sanktionen dafür, dass diese Regeln eingehalten werden. Plattformen müssen illegale Inhalte entfernen. Außerdem müssen unabhängige Überprüfungen von Fakten von den Plattformen zugelassen werden. Ist dies nicht der Fall, können sie von der EU mit Geldstrafen belegt werden.